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rend dafs die Reforbtion nicht verhältnifsmäfsig abnimmt. In dem Grade oder Maafse alfo, in welchem es den Nerven an diefem zu ihren Verrichtungen ganz unentbehrlichen Safte (un­ferm Fluido nerveo) je länger je mehr zu ge­brechen anfängt, zeigen fich auch je länger je mehr Gebrechen in ihren Verrichtungen. Alle Sinnorgane werden, wegen daher rührender, allmählig zunehmender Steifheit, Härte und Tro­ckenheit ihrer Nerven, 51. §., je länger je un­empfindlicher und dumpfer, alle Muskelbewe­gungen werden je länger je befchwerlicher, lang- famer, unkräftiger, und früher ermüdend, alfo eher nachlaßend. Diefs ilt um fo mehr der Fall, wenn gar, nach dem 51. §. je länger je mehr Nerven-Fäden durch die Auffaugung verfchwin- den Tollten. So nähert fich dann auch auf die­fem Wege das natürlichfte Ende des Lebens, weil zuletzt die Zuführung diefes die letzten Le- bensrefte enthaltenden Saftes oder Fluidi nervei gänzlich aufhört!

Wie vollkommen harmonirt hiemit die fcliö- ne Stelle G. Vroliks c): Stadium vitae ori-

c) Diff. de defoliaiioae vegetabilium. Lugd.Bat. 1796. pag. 10.