haben; so werden wir auch seinem Heilungsverfahren um so sicherer folgen können. Herr Transnett nämlich heilte, ihm zufolge, eine schon faustgroße Herma ischiadi- ca durch eine Bandage und zweymonatliches Liegen im Bette.
DaS schicklichste Band sowohl für diesen als die zwey folgenden Drucharten, besteht wohl in einer ovalen Pe- lotte, welche auf einem Riemen haftet, der sich vornen und hinten in zwey schmälere Riemen theilt, welche vornen zu beyden Seiten des Scrotums oder an den Schamlippen, hinten zu beyden Seiten des Afters über die Backen des Hintern herauf geschlagen, und an einem Leibgurt befestigt (geschnallt) werden.
Behandlung der Hernia ovalaris.
§. 46. ‘
Eine Hernia ovalaris erfordert, ausser dem bey allen Brüchen im Allgemeinen zu beobachtenden, nach gehöriger Zurückbringung des Vorgetriebenen, die Zurückhaltung mittelst einer Pelotte.
Die schicklichste Lage des Patienten zur Zurückbrin- gung der Hernia ovalaris ist, daß man ihn auf den Rücken, oder auf die dem Bruche entgegengesetzte Seite, mit dem Hintern höher, und der Brust niedriger legt. Das Bein, an welchem sich die Hernia befindet, läßt man aufstellen, um den Musenlus obturator externus, die drey adductores und den gracilis zu erschlaffen.
Die nach der Form und Größe der vorgedrungenen Hernia gemodelte, runde, eyförmige oder länglichte Pelotte befestiget man an einem, im vorhergehenden §. beschriebenen, viertheiligen Riemen, welcher an einem Gurte