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Zusammenkneipen), nur geschwächt werden würden; wodurch die Bruchpforte sich nur um so leichter vergrößern könnte 1 ).

Glücklicher Weise bezeugen bey weitem die meisten Schriftsteller, daß sich Dauchbrüche aller Art, so wie leicht zurückbringen, also auch ganz gut zurückhalten lassen.

Ungeachtet ein solches oben beschriebenes ledernes Leib­chen, oder ein sonst gutes Bruchband die Hauptsache bey der Behandlung der Dauchbrüche ausmacht; so wird sich doch ein gründlich verfahrender Wundarzt nicht blos auf den Ge­brauch desselben beschränken, sondern zugleich noch andere Mittel anwenden, um, wo möglich, eine radikale Heilung zu bewirken. Und oft genug hatte man schon das Ver­gnügen dieses zu erleben.

Vor allen Dingen ist ein ruhiges Verhalten zu em­pfehlen, Vermeidung aller heftigen, gewaltsamen Leibes­anstrengung, besonders Vermeidung des starken Streckens hes Unterleibes.

Wie viel ein ruhiges Verhalten, so wie zur vollkomme­nen Heilung der Brüche überhaupt, also auch zur Heilung der Dauchbrüche insbesondere vermag, hat ein praktischer Arzt tagtäglich Gelegenheit zu erfahren, so wie dieses auch mehrere Schriftsteller ganz ausdrücklich'bezeugen. Schon Fabricius von Hilden 2 ) sah bey einem Greise, einen alten Bruch blos allein durch das zufällige Liegen im Bette vergehen. Ja Psann 3 ) sah sogar durch ein zweymonat- lickes Liegen im Bette einen Leistenbruch vollkommen ver«

1) Von Brüchen. Kap. 34 - S. 6og.

2) Observationum Centuria Vta.

3 ) De Enterooscheocele antiqua etc. Erlangte. 1745. ittt