19
§. 30 *
Um jede Art von Hernia diapliragmä- tica genau anatomisch beurtheilen zu können, hat matt einem Wundarzte nur das Studium der unvergleichlichen Tabula XIV von B- S. Albinus ^), nebst seiner genauen Beschreibung in der Historia rausculorum hominis * 2 ) zu empfehlen. Nimmt er hiezu noch die Tafel von Haller 3 ), welche den Zwerchmuskel in natürlicher Größe vorstellt, so kann es ihm gewiß nicht an der genauesten Kenntniß derjenigen Stellen fehlen, wo man hernias diaphragmaticas wirklich angetroffen hat. Diese Stellen nämlich find, wie im Hten und 5ten §. genau angegeben rst, bald der sehnige Theil, bald der fleischige Theil des Zwerchmuskels , seltner der Schlitz (die Pforte) für den Schlund, oder die kleine Lücke (Pforte) für den sympathischen Nerven.
Eine genaue Beschreibung des Dreyecks am schwerdt- förmigen Knorpel, wo gewöhnlich Brüche sic^ zeigen, giebt noch insbesondere Garengeot 4 5 ).
Die Blutgefäße des Zwerchfellmuskels, besonders die Arterien, hat H r. H a l l e r abbilden lassen *).
j) Tabuiae Sceleti et Musculorum hominis. Lugd. Ba- tav. 1747»
2) Lugd. Batav. 1784. Desgleichen Sandifort Descrip- tio Musculorum hominis. Lugd. Batav. 1881.
3 ) Nova Icon Septi transversi. Goettingae. 1741. sowohl im ersten Fasciculo seiner Iconurn, als in den Operi- bus minoribus. Tom.I.
4) Mem. de l’Acad. de Cbir. Tom. 1* Seite 7o 5 dkk Quartausgabe.
5 ) In Iconurn anatomicarum Fasciculo tertio * sowohl auf der Tabula arteriarum rennlium, als der Tabula arteriarum anterioruni pectoris.