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§. 28.
Im Allgemeinen hat ein Wundarzt unumgänglich nothwendig, sich vor allen Dingen genau mit der Be. schaffenheit des Bauchfells (keritonaeurn) in der Natur selbst bekannt zu machen. Et' wird deshalb den Unterleib ganz eigens anatomisch, aufs Genaueste untersuchen müssen, und zwar wenigstens in vier Körpern; nämlich 1 ) in dem eines männlichen und weiblichen Kindes, und in dem eines erwachsenen Mannes und einer erwachsenen Frau. Zu diesem Zwecke lehrte A. Bonn *) schon längstens: A4 veram corporis humapi fabricam perquirendam te- nuior subjectorum aetas non minus ac adultorum requiritur. Denn so vortrefflich, lehrreich und vollkommen auch dem Kenner die Beschreibungen des Bauchfelles von Douglaß a ), Winslow ^), Henfing *), Bonn 1 2 3 4 5 ) und Haller 6 ) seyn mögen; so sind sie doch eben so wenig, als selbst die herrlichsten Abbildungen, hinreichend, ohne eine Anschauung in der Natur, über die Lage, Gestalt, Glätte, Dicke an einigen, und die höchste Feinheit
1) In seiner klassischen Dissertatio de continuationibua njembranorum in Corolla,rio XIV.» wieder abgedruckt
im zweiten Pande des Sandiförtischen TUesaurm
Diss.
2) Description of the Peritonaeum. London latei
nisch Heimst. 1733.
3 ) Exposition anatomique de la structure du c. h* Tome 4.
4) Dias, de Peritonaeo. Giefsae 1742 in Halleri Seleo tu Diss. anat. Vol. 1.
Z) Diss. de eontinuationibus membranarum im Sandl- for ti schen Tllesaurns Diss. Torno2.
6) Elementa Physioiogiae. Tomo sexto.