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auszeichne. Ein starkes, 5ojähriges Bauernmädchen stirbt plötzlich beym Mähen. Bey der Leichenöffnung erscheint ein, von der rechten Backe des Hintern, bis zu den Waden herunter sich erstreckender, flaschenförmiger, ellenlanger Sack. Die Haut dieses Sackes war gespannt, glänzend, und mit dicken Venen durchwebt. Der Durchmeffer dieses Sackes betrug zu oberst, an der rechten Seite des Afters, eine Spanne, zu unterst eine halbe Elle. Er enthielt den größten Theil des Dünndarms mit dem verlängerten Ge­kröse, den Anfang des Dickharms, nebst dem wurmförmi­gen Fortsatze, ferner den unteren Theil des Dickdarms nebst dem größten Theile des Mastdarmes. Auch der Uterus, nebst dem rechten Ovarici und der rechten Tuba Fallopii , hing in der Öffnung des Bruchsacks, so daß der Bruch fast ganz leer war. Die Haut des Sackes war zvlldick, und inwendig mit dem Fortsätze des Bauchfells überzogen. Dieser Bruch hatte sich innerhalb zehn Jahren gebildet.

Da schon Morgagni x ), und nach ihm Rouge­mont a ), so wie nun auch Lassus 1 2 3 4 ) bemerkten, daß diese Kernia, welche Papen clorsalis nannte, eigent­lich iscliiaclica heißen müsse, so nehme ich. auch keinen Anstand, sie unter dieser Benennung hieraufzustellen.

Bertrandi sah, nachVerdiers^) Bericht, sogar zwey Fälle von dieser liernia iscbiaclica auf der rechten

1) de sedibus et causis morbortim. Epist. XLIII. Art. 14.

2) in seiner Uebersetzung von Richter's Traite des her­nies. Bonn 1766. Note zum 3 6. Kapitel.

3 ) Pathologie chirurgicale. Paris i 8 o 5 . p. 103 .

4) Memoires de lAcad, de Chirurgie. Tome 2. 1753. Art. ! pag. 2. note a.