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2) Die gewöhnlichste Stelle solcher Bauchbrüche ist die liriea alba theils über dem Nabel, cheils unter dem Nabel, seltener (ohne äußere ge, waltsame Veranlassung,) die Stellen, wo sie zwi, sehen den Fleischfasern der Bauchmuskeln erscheinen. H. Richerand behauptet, daß die herniae lineae albae häufiger unter als über dem Nabel vorkämen, weil i) hier die linea alba ansehnlicher sey; 2) weil die Last der Eingeweide mehr nach unten zu drücke; 3) weil die sehnigen Fasern der musculornm rectorum unterwärts ein weniger dichtes Gewebe ausmachen. Ich muß gestehen, daß mir dieses nicht so scheinet.

Z) Daß solche Vortreibungen der Eingeweide deS Unterleibes in dem ganzen Bezirke der Bauchdecken den Namen achter wahrer Brüche ('herniae) vollkommen verdienen, beweisen die durchaus auf sie passenden im 4. §, angeführten Definitionen eines Bruches.

4) Bauchbrüche, welche durch eine Spalte der weißen Linie dringen, vergrößern sich nicht so geschwinde, als die durch eine Spaltung der Fleischfasernbün­del entstehen. Indessen findet man doch auch wohl den Rand der Spalte bey den lezteren unnachge- bend hart und callos.

5) Kleine Bauchbrüche sind oft schwer zu erkennen, große desto leichter.

6) Kleine Bauchbrüche verursachen bisweilen mehrere Beschwerden, als große.

7) Kleine, besonders in der weißen Linie enthaltene, Bauchbrüche klemmen sich leicht ein, große, zwi.