j»f4 • rfr
p.Si rih'^t.
14
verursachte, daß der Magen durch die getroffene Sehne des Zwerchmuskels in die Brusthöhle drang.
I. L. Petit ^ beobachtete zweymal sehr alte Zwerchmuskelbrüche auf der linken Seite. In dem einen Falle waren Magen und Colon in der Brusthöhle befindlich, übrigens frey, und nicht angewachsen. Leerheit des Magens machte Beängstigung und Übelkeit- welche mit der Anfüllung verschwanden. In dem andern Falle, welcher ihm ein angebohrner schien, bildete der Zwerchmuskel einen mit der linken Lunge verwachsenen förmlichen Sack, welcher aus der Pleura und dem Peritouaeo bestand.
Andr. Bonn 1 2 ) schildert unvergleichlich den von ihm selbst untersuchten Fall eines erwachsenen starken ManneS, welcher seit zwey Jahren hmkte, und auf der rechten Seite nicht nur einen Knochenbruch des Halses des Schenkelbeins, sondern auch eine Inguinal hemia hatte. Fast alle Rib- ben der rechten Seite waren gebrochen gewesen, einige sogar zweymal, und wieder zusammengeheilt. Der Zwerchmuskel zeigte gleichfalls im rechten Theile seines Fleisches ein längliches queer liegendes Loch, welches einen sehnigen glatten Rand hatte, an welchen Brustfell und Bauchfell zusammen geschmolzen schienen. Das Stück des Dickdarms, welches den Magen und die Leber zu berühren pflegt, war mit fast dem ganzen Netze hinter der Gallenblase umgebogen, und durch dieses Loch in die Brusthöhle vorgefallen, stellte eine hernia ohne Sack vor, welche
1) Traile des Maladies chimrgicales, OuVrage posthume. Paris 1774. Edit. 1790. pag, 22g. und pag. 233 .
2) Descriptio Thesauri ossium morbosoruru Hoviani, 1783. Nro. CCIY. p«g. 69.