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Beforgniß, daß ein zu lang gelassener Rest det Nabelschnur Veranlassung zu einem Nabelbruche geben könne, scheint mir, nach dem oben §. 10. Gesagten, ungegründet, außer insofern ein zu langer Rest der Nabelschnur zum Zerren und gewaltsamen Anziehen der Nabelgegend, etwa leich» ter Veranlassung geben möchte, als ein kürzerer. Heber st ein dagegen (funiculi umbilicalis p^t h o- logia, in Haller's SelectusDissertationum anatomicarum Vol. V. §. XII.) behauptet gerade umgekehrt, daß von einer zu kurz, oder zu früh abgerissenen Nabelschnur ein Nabelbruch entstehen könne. Daß Lezteres wohl wahrscheinlicher seyn möchte, braucht wohl keines Beweises; da es in beiden solchen Fällen ohne Verletzung oder Schwächung des Nabels nicht füglich abge, hen dürfte. Daß es indessen irrig ist, einen etwas kurz, übrigens aber gehörig abgeschnittenen und unterbundenen Nabelschnurrest, als Ursache von Nabelbrüchen anzusehen, haben schon P u z o r x ) und Oehme 2 ) gründlich dar- gethan.
§. 54 .
Fast allgemein angenommen scheint der Satz: daß der Nabel des neugebohrnen Kindes eine Zeitlang schwacher bleibe, als der Rest der Wände des Unterleibes, folglich auch den, in dieser Höhle enthaltenen Emgeweiden, weniger Widerstand leiste. Heister 3 ) schon setzte eine laxi- tas umbilici, oder eine debilitas juxta umbiliGum, als
1 ) Traite des aöcouchemens. <A. 3i6.
2 ) Disis. de morbis recens natorum ebirurgicis. Lips.
1773. §. r,. S- 38.
3) Institut, Chirurgiae, pag. 225.