den rechten Weg geleitet und wenn auch seine Begriffe noch roh und schwankend waren, so war doch die Grundidee, die er von der Lunge gegeben hatte, daß sie nämlich nicht- alS die Ausbreitung der Luftröhre sey, („uncle tortasse tunica „illa interna tracheae in Sinus et Vefsiculas terminata „ consiniilem inclioatae vulgo Spongiae resicularem mo* „ lern afficit etc.” Epist, i. de pulmon.) ein Heller Strahl in diesem dunklen Labyrinthe, und dke Zergliederer, die ihm folgten, nahten sich immer mehr dem wahren Gesichtspunkte. Allein mir einem Male verrückte ihn HelvetiuS: mit Gründen, die sich auf vielfältige Versuche stützten, stieß er die bisherige Meinnng von der Lunge um, und suchte zu beweijen, daß die Malpighischen Vesikeln nichts als ein unregelmäßiges Zellgewebe seyn, welches durch die Ausbreitung der zelligten Scheide der Blutgefäße an den letzten Zeraste- lungen derselben gebildet sey — daß daher die Luft, welche von den Luftröhren-Endungen in diese Masse geleitet wird, nicht nur von einem Zellchen zum andern, sondern auch aus einem Lungeuläppchen in die Jnterstitien und so durch die ganze Lunge freien Zugang habe. Diese Idee, die auch Haller, verleitet durch die Analogie der Amphibienlungen, zum Theil annahm, verbreitete sich bei vielen der folgenden Anatomen, und herrscht noch in mehreren der..neuesten Werke.
Ich will es versuchen, dem wahren Bau der Lunge durch Zergliederung und microscopische Beobachtung näher zu kommen; der Weg, der mich dazu führen wird, ist die Luftröhre