ich es wage, in die Schranken zu treten, und nach dem Preise, den die Königliche Bcademie der Wissenschaften ausgesetzt hat, zu ringen; so geschieht eö wohl nicht aus Anmaßung, als glaubte ich meine Arbeit des Kranzes würdig, sondern eher, um bei dieser Gelegenheit der Akademie das Resultat mehrjähriger Untersuchungen über den Vau der Lunge vorzulegen, wodurch einige der von ihr aufgegebenen Fragen können beleuchtet werden. Meine Abhandlung ist keine Monographie, worin alles zusammengefaßt ist, waS bis jetzt über diese Materie gefunden, gesagt und gestritten worden ist. Die Academie kennt den Zustand der Wissenschaft, und der Zweck ihrer Preisfrage ist bloß, streitige Punkte zu entscheiden, bisher dunkle Materien aufzuhellen, Lücken in der Erkenntniß auszufüllen, und so mit sicherm Schritte die Wissenschaft zu fördern. Daher fordert sie auch, daß man ihre Fragen Schritt vor Schritt untersuche, keine unbeachtet übergehe, und daß man seine Behauptungen durch Versuche erweise, und ihr durch treue Darstellung vor Augen lege.
Ganz in diesem Sinne ist meine Arbeit eingerichtet; ich habe mich strenge an meine eignen Zergliederungen gehalten, und keine Versuche Andrer als Beweise angeführt, die ich nicht selbst bestätigt gefunden harre.