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Leber. 191

sondern der UeBer^ug scheint bloße Fortsehung des ei­nen Kanals in den andern zu feyn.

Auch sind die Gründe, die daö Daseyn solcher Säckchen beweisen sollen , leicht zu widerlegen; denn daß einige Thiere runde Körnchen in ihrer Leber haben; gilt theils nicht von allen Thieren, theile sind diese Körnchen nur kleine Leberläppchen daß man in Krank­heiten der Leber, Säckchen mir Waffer, Kalk, oder ari­deren Stoffen gefüllt findet, beweist gar nicht, daß gerade in diesen Uebergängen diese Stoffe stockten, um so weni­ger als man überall im Zellstoffe, solche mir fremden Ma­terien gefüllte Säckchen antrifft daß die Galle als ein zäher Saft eine Stockung in solchen Säckchen be­werfe; fällt von selbst weg, wenn man die frisch abge­schiedene Galle nicht nur völlig flüßig sondern auch zu ihrer Stockung und Verdichtung die eigene Blase der Galle findet.

Folglich besteht 1) jedesKörnchen(^cinus) der Leber aus einem Knaülchen, oder aus einem Theilchen der Arterie, der Pfortader, der Vene, des Gallenganges, und der Saugadern, dessen Gestalt man sich einiger- maffen wie eine sogenannte Rose von Jericho bildlich vorstellen kann.

2) Scheint zwischen diesen vier oder fünf Arten von Gefäßen einiger Zusammenhang auch imLeöen statt zu fin­den, falls man von diesen Versuchen an todten Lebern auch auf lebendige Levern den Schluß wagen darf; oder: Es haben Ueöergänge aus der einen Art von Gefäßen in die andern Arten von Gefäßen starr.

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