I7i

Milz.

Oder: daß die Milz durch eigene Drüßchen einen dünnen Saft zur Temperirung der Galle absonderte.

Drosen dünnen Saft leitete man entweder durch die Saugadern in den Saugaderstamm, oder durch die Venen in die Leber.

Ja man wollte für einen solchen Saft einen eigenen Ausführungsgang gesunden, und in den Zwölf­fingerdarm geendigt gesehen haben.

Oder: daß die Milz schwammig und so eingerichtet wäre, daß das Blut sowohl in die Arterien, als in die Venen nach Willkühr gepreßt werden könnte.

Oder: daß die Milz muskulös sey, um alter- nirend, wie die Lungen, ihre Gefäße zusammen ziehen und erschlaffen zu können.

Oder: daß die Milz als Behälter des Bluts bei der Verkochung des Magens, Blut mit einer Menge Wärmestoff hergäbe, und dem Magen das große und wichtige Vehiculum darreiche, um leichter und häufiger Magensaft abzusondern.

Oder: daß die Milz durch ihre Saugadcrn, in welchen fich gleichsam wie in Formen (mcmle*«) die Bluttheilchen bildeten, zur Bildung der Blutkügelchen beytrüge.

Oder: daß dieMilz nur dazu diene, umalsMaffe, der Masse der Leber das Gegengewicht zu halten.

Endlich hielten Einige die Milz, entweder für nicht besonders nützlich, oder gar für ganz unnütz, weil man fie nämlich, nicht nur Thieren, sondern selbst Menschen, ohne sehr auffallenden Nachtheil der Oekonomie ihres Körpers auöschneiden konnte.

A3 A

tf't,'- /- f y ~r - - J

-y 0

0 /j~- *-*»-. * -

^ / *7 .'i??