Dicker Darm.

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als nach Pfianzenspeisen , auch geringer an Menge, weilPsianzennahrung mehrUnrach al6 Fleisch zurückläßt.

Von genossenem frischem Fleisch wird man wohl nicht, wie bisweilen von eingepöckelrem, gesalzenem, geräuchertem, gedörrtem Fleische, Spuren im Unrathe antreffen.

Von Trauben, von Erbsen, und von Obst blei- -ben die Hülsen und Schaalen, Saamenkapseln und Körner zurück.

Ja die meisten im Abgang sich findende Saamen behalten noch ihr Vermögen zu keimen.

Erde wird dem Unrathe ausser den Speisen, von den menschlichen Saften beigemischt.

Der Geschmack des Unralhö soll süßlich oder fade seyn, und bisweilen deutliche Spuren einer Säure verrathen.

Der Geruch ist siüchtig aashaft.

Je langer der Unrarh im Dicken Darme weilt, desto harter, fester, geballter, dunkelfarbiger wird er, durch den immer mehr zunehmenden Verlust von flüßi- gen Theilchen, daher macht Opium harten Leib, vieles Trinken hingegen weichen.

Uebrigens wird der Unrath auch bei Leuten, die von bloßer Milch, oder bloö von Wasser und Brod fr; ben, fast eben so alcalisch und aashaft riechend, als bei Leuten, die von gemischter Nahrung, oder von thiern scher Nahrung leben.

Lömmerrmg Eingeweidlehre.

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