Lüng und Fäulniß hat, folglich der Erfrischung oder Zu- rnifchung eines reinen Stoffes bedarf, und diese Neigung zur Fäulniß wegen der Wärme und Bewegung des menschlichen Körpers immer mehr zunimmt;
Da endlich von den allerfcstesten Theilen manche abgehen, die erseht werden müssen; so bringen die unangenehmen Gefühle des Hungers und des Durstes den Menschen zum Einnehmen frischer Nahrung, falls ihn nicht die Erwartung der angenehmen, einladenden Gefühle, welche dieses Einnehmen begleiten, dazu gebracht hatten.
§. 152.
Hunger.
Das Verlangen nach frischer Nahrung, oder das einladende Gefühl der Eßlust, oder des Appetits, nennt man, sobald es starker, heftiger, oder in einem unangenehmen Grade sich äußert, Hunger.
Anhaltender Hunger macht Anfangs Uebelkeit, dann nimmt wegen sich verringernder Blurmasse, und Leerheit der Gefäße, die Bewegung des Herzens und der Arterien, besonders an ihren Endigungen ab, der Puls wird schwacher, aber häufiger, der Wärmestoff verfliegt, es entsteht Frösteln, und Gähnen, die Haut wird trocken, blaß, mager, schwindet, runzelt und faltet sich, die Brüste welken, das Blut und die von ihm abgeschiedenen Säfte, die an sich schon zur Fäulniß neigen, fangen an zersetzt, scharf, oder faulichk zu werden.
Daher wird das Zahnfleisch, und die ganze Mundhöhle trocken, heiß, scorbutisch, dieWande derMundhöhle