Daß der Schlund aber sehr thätig mitwirkt, und daß Speise und Trank, nicht bloß durch ihre eigene Schwere hinunter sinken, oder hinablaufen, beweisen:

1) das Essen und Trinken der Leute (Luftspringer) die aufdem Kopfe stehen.

2) Sowohl die krampfhafte Zusammenziehung, als die Lähmung des Schlundes, welche als entgegen­gesetzte, Krankheiten, so wie auch die Entzündung des Schlundes, das Schlingen beschwerlich machen,, oder wohl gänzlich hindern.

Bey dem Schlingen scheinen anfangs die langen Fasern den Schlund gegen den ankommenden Bissen ein wenig zu verkürzen, und zu erweitern, gleich drauf aber nebst den Queerfasern durch kräftigeres zusammen-' ziehen weiter zu pressen.

Daher greift tropfenweiseS Trinken, oder Suppen essen an, weil nemlich zur Forrbringung jeder kleinen Portion des Getränkes die Kräfte des Schlundes mehrere oder genauere Anstrengung äußern müssen, als wenn sie eine größere fortzubringen hätten.

§. r 26.

Wirkung des Zwerchmuekels auf den Schlund.

Da der Schlund von den stärksten Fleischbündeln des Zwerchmuökels, wie von einem elliptischen starken Schließmuskel mngeben wird, so verschließt auch der beym Einathmen wirkende Zwerchmuskel den Schlund so genau, daß weder Speise, noch Lust sich aus dem Magen rückwärts zu schleichen vermag.