2OZ Gallenblase.
sualischen Reiz ausgeleert, „fo fließt die Galle durch den nämlichen Blasengang, durch den fle in die Blase gekommen war, in den gemeinschaftlichen Gallengang, und durch diesen in den Zwölffingerdarm.
Vielleicht ziehen sich auch selbst die Faltchen und Runzeln zusammen, und erweitern dadurch die Mündung.
§- I0Z.
Nicht alle Galle kommt in die Gallenblase.
Wahrscheinlich kehrt nur ein Theil der aus der Leber kommenden Galle in die Gallenblase ein, wahrend daß der Rest der Galle bey der Anfangsmündung des Gallenblasenganges vorbey rinnt: denn
1) ist der Weg in den gemeinschaftlichen Gallengang nicht nur weiter, sondern auch gerade, inwendig glatter, als der Blasengang, welcher enger ist, eine rückwärts gehende Richtung hat, und durch manche Windungen, Einziehungen, Runzeln und Falten den Einfluß der Galle erschweren.
2) Die Umstande, welche den gemeinschaftlichen Gallengang verengen, oder völlig schließen, sind nicht immerwährend, oder sehr lange anhaltend.
3) Wenn die Gallenblase mit Steinen gänzlich aus- zefüllt, oder völlig geschloffen, oder gänzlich weggeei- rerl ist, oder gar fehlt, bemerkt man doch, aus dieser Ursach allein, keinen Fehler in der Verdauung, in so fern nämlich die Galle dazu gehört.
4) Scheint die Menge der Galle, die beständig abgesondert wird, zu groß, als daß sie von einem so klei-