riefe blinde Löcher, gerade hinab gehen, aber nicht an allen Gallenblasen gleich deutlich zu erkennen sind.

Wahrscheinlich mischen diese Dräschen, einen schleimigen Saft dem durch die Arterien erzeugten Dufte bey, und- schützen dadurch die innre Flache der Gallenblase vor dem Reitze der Galle.

Betrachtung der lebendigen Gallenblase.

§. IOI.

Die Galle kommt durch den Blasengang in die Blase.

Daß die Galle in die Blase aus dem Lcbergang-e komme, beweisen:

1) Verstopfung, Zusammenschnürung, Verwach­sung des Blasenganges: ist nämlich der Blasengang verstopft, so findet man auch keine Galle in der Gallen­blase, sondern bloß einen Hellen Schleim.

2) Unterbindung des Blasengangs: unterbindet man in lebendigen Thieren die auSgelecrte Gallenblase, so sieht man den Blasengang von der Stelle seiner Mündung im Lebergallengange an bis zum Bande hm aufschwelleu. Uebrigens kommt aber keine Galle in die Gallenblase.

3) Versuche mit Einbringen von Flüssigkeiten, die leicht diesen Weg nehmen.

4) Die bisweilen gleichsam an einem Hangebanö der Leber befestigte, und doch angefüllte Gallenblase»

5) Die Drückung sowohl der vorsichtig von der Leber loßgeschälten mit Galle ungefüllten Gallenblase, als der Stelle der Leber, von welcher man die Gallen-