2OS . Gallenblase.

§. S°.

Nachbarschaft der Gallenblase.

Gewöhnlich berührt die Gallenblase mit ihrem Grunde den Grimmdarm, mit dem Halse und dem Ende den Zwölffingerdarm/ selten die Pförtnergegend des Magens.

§- yn '

Befestigung der Gallenblase.

Die Gallenblase ist gemeiniglich sowohl durch lot­tern Zellstoff mit einer größern oder kleinern Flache, an eine eigene Ausschweifung der Untern Fläche der Leber, substanz geheftet, als durch die über sie wegstreichende vom Bauchfell stammende äußere Haut der Leber gleich­sam an die Leber gebunden.

Bisweilen hangt sie nur, mittelst eines Hänge­bandes oder Gekröses, das ist, einer Verdoppelung der äußern Haut der Leber, an der Leber, ohne mit ir­gend einem Theil an der Substanz der Leber selbst zu kleben.

§. 92 .

Zusammenhang der Gallenblase mit dem Lebergallen- gange.

Schon in der Pforte ist der L.ebergallengang (ductus hepaticus) mit dem Blafengallengange (ductus cysticus), unter einem sehr spitzen Winkel, vereinigt, beide liegen eine Strecke lang nebeneinander, dann tritt, in schräger Richtung gegen die Rechte Seite, der Blasengallengang vom Lebergallengange

\