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enthaltene Sauerstoff ganz abgenommen hat, fo erfolgt der Tod.

Die Verminderung des Sauerstoffgases, nicht die Vermehrung des Kohlengesäuerten Gases, scheint die Luft zum Athmen unbrauchbar zu machen.

Folglich scheint die Brauchbarkeit der athmosphäri- schen Luft zum Athmen mit der grösser» oder kleinern in ihrer Mischung enthaltenen Portion Sauerstoffga- ses in geradem Verhältnisse zu stehen.

Im Winter, nahe an der See, und aus dem Lande, auf hohen Bergen ist die Portion Sauerstoffgas in der Athmofphäre grösser, als im Sommer, itt Städten, oder im Winde welcher über Moräste ge­strichen ist.

Die thierische Wärme scheint unter übrigens gleichen Umständen mit der Menge Sauerstoffgaö, welche in einer gegebenen Zeit eingeathmrt wird, in geradem Verhältnisse zu stehen.

Je kälter die athmosphärifthe Luft, desto mehr wird von ihr zum Athmen erfordert; je wärmer, desto we­niger.

Menschen mit grossen weiten Lungen sind stärker und gesunder, als Engbrüstige, das ist, Leute mit klei­nern Lungen.

Befindet man sich in einer Luft, die Heister ist, als sechs und neunzig Grad nach Fahrenheit , oder als die gewöhnliche TemperaturunsersKörpers, so entsteht Schweis.

Schwizt man aber, so vereinigt sich ein Theil des frei gewordenen Wärmestoffes mir dem aus der Verei-