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Schilddrüse.

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Uebrigens besteht sie aus einem zwar weichen, aber doch zähen Zellstoff.

Im Kinde scheint sie verhaltnißmäßig zum Halse etwas größer, auch weicher, und blasser, als im Er/ wachsenen-

Man will sie desto grösser gesehen haben, je klei­ner die Thymus war. Auch will man sie im weib­lichen Geschlechte grösser angetroffen haben,

§. 53 -

Blutgefässe, Saugadern, und Nerven der Schilddrüse.

Die vier Arterien, die sie erhalt, (S. Gefaßlehre §. 107. und §. 130.) sind zusammen gerechnet so groß, daß schlechterdings kein Theil im ganzen übrigen Kör­per aus der Aorte so grosse und zahlreiche Arterien er­halt; z. B. das Hirn, das doch so viel grösser ist, alp die Schilddrüse, erhalt doch absolut genommen nicht so grosse Arterien J und verhältnißmaßig genommen gewiß nicht den achten Theil so grosse Arterien.

Die Untere Schilddrüsenarterie ist im Kinde grösi ser, als der ganze übrige Stamm der Schlüsselbein­arterie (A. Subclavia) nach ihrem Abgänge, also UM so vieles grösser, als die Wirbelarterie des Hirns.

Diese Arterien münden durch sehr ansehnliche Zweige zusammen, so daß sich die Schilddrüse in die­ser Hinsicht mit dem sogenanMn Wunderneße ( Rete mirabile) an der Hirnarterie und Augenarterie wiedep- käuender Thicre vergleichen läßt.

Daß der Andrang des Bluts gegen den Kopfdurch die Schilddrüse gebrochen, oder das Blut in diesem

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