54

alten Bauern, und man wird von ihnen bald erfah­ren , daß bei ihrem Gedenken anfangs nur die El­tern, und selbst diese nicht einmal täglich, und häu­fig , sondern nur selten und wenig Caffee tranken, bis man endlich bei reichlicherem und öfterem Ge­nusse es auch den Kindern mitzutheilen anfieng.

Daß aber das Caffeetrinken die Eingeweide des Unterleibes, insbesondere die Verdauungswerkzeuge und vor allem den Darmcanal schwache, ist fast eine einstimmige Klage der Aerzte, wie man den berühmten Tissot *) und Herrn von Zimmer­mann **) darüber nachlesen kann.

Daher giebt auch H. Landphysicus I u g l e r ***) in seinem Bericht an die Königl. Chmfürstl. Landes­regierung zu Hannover, über die Frequenz der Brüche unter den Landleuten, den häufigen Ge­nuß schwächenderGetränke,wie des elenden Caffees, der manchen Familien statt des Abendbrodeö diene, als Ursache davon an.

Für ganz unschädlich möchte ich wenigstens un­bedingt eben sowenig als gar fürnühlich, zuträg­lich und heilsam das Caffeetrinken erklären.

Schwächt aber zu häufiges Caffeetrinken, wie

*) In seinem Werk von der Gesundheit der Gelehrten.

**) In seinem Werk von der Erfahrung.

***) S. dessen kleine Aufsätze medicinischen In­halts. Stendal 1795.