go8 Dünner Darm.

deutlich durch die Verschiedenheit ihrer Farbe und ihrer Dichtigkeit.

Die künstliche Voneinanderlösung dieser vierHaute des Dünnen Darmes wird durch eine vorgängige Ein­weichung in schwachen Weingeist gar sehr erleichtert.

Ist der Dünne Darm hingegen schwach, schlaff, oder kränklich weich, so ist die künstliche Trennung seiner Häute mühsamer.

§. 204.

Aeussere Haut des Dünnen Darms.

Die Aeuffere, Erste, auswendige, oder Bauch­fellshaut des Dünnen Darms stammt in ungetrenntem Zusammenhänge vom Bauchfelle, welches als Gekröse den Dünnen Darm an seinem Rande zwischen seine Blätter aufnimmt, oder welches sich auf die Art um den Dünnen Darm schlägt, daß, sobald es an den Dün­nen Darm gelangt, seine beiden Blätter von einander entfernt, über den Darm hingezogen, und auf dem convexen Rande des Darms wieder vereinigt werden; folglich überkleidet diese äuffereHaut den Dünnen Darm fast ringsum, bis auf einen sehr feinen Streifen am Gekröserande des Darms, der vorn Bauchfell unbedeckt bleibt, weil sich hier feine Blätter, um den Darm zu überziehen, gleichsam voneinander begeben.

Uebrigens ist diese Haut wie die gleichnahmige Haut des Magens, der Leber und der Milz beschaffen! qamlich, sie ist auswendig glatt, feucht, feucht, fchlü- pfrig, und so durchsichtig, daß die Muskelfasern, Ar-