9

A t h m e n.

Beim lauten Gelächter wirken auch mehr die Bauchmuskeln und der Zwerchmuskel; beim Lächeln mehr die Muskeln um den Mund.

Im Durchschnitt nähert sich der Schall beim Lachen in Männern dem a und o; in Weibern dem e und i.

Da sich in Ansehung des Gesichtes oder Antlitzes vorzüglich die Gegend um den Mund beim Lachen wirk­sam (gespannt) zeigt: so schein^ besonders Ant- lihnerven rege zu seyn, oder die Aesie, die et an die Muskeln des Mundes verbreite^, gerührt zu werden. Daher zieht sich der Mundwinkel hinauf bis zurEntblös- sung der Zähne daher schwillt die Wange an daher wird das Untere Augenlied hinauf geschoben, und verengt die Spalte der Augenlicdcr. Doch werden die Augenlieder nur in so ferne verändert, als wegen des unmittelbaren Zusammenhangs der Haut des Mundes mit der Haut der Augenlieder keine beträchtliche Verän­derung in der Haut um den Mund Vorgehen kann, oh­ne nicht zugleich die Haut um die Augenlieder zu falten und zu runzeln, oder umgekehrt anzuziehen, zu ent- falten, zu spannen, oder zu glätten.

Daher thränt selbst das Auge bei anhaltendem Lachen, ohngeachtet freilich auch durch den Antrieb des BlUtö nach dem Kopfe Thränen abgesondert werden.

Die Ursachen des Lachens sind theils moralisch, theile physisch. Die moralischen Ursachen hängen von Erziehung, Gewohnheit, Mode, u. s. w. ab. Die physischen Ursachen liegen in einem Kihel gewisser