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A t h m e n.

Da aber beim Anstrengen die Einathmung lange anhalt, so entstehen auch alle von zu lange anhal­tendem Einathmen bemerkte Beschwerden.

ö- 8J.

Keuchen.

Beim Keuchen (Anhelitus) wechseln kurze und häufige Einathmungen mit kurzen und häufigen Aus- athmungcn ab. Gewöhnlich wird es von auffallender Aengstlichkeit begleitet. Daher keucht man nach heftiger Leibesbewegung, welche das Blut schneller nach den Lungen treibt, daher erhiht dos Keuchen, und mattet ab, daher keucht man bei Vrustwunden, bei Brnst- fiebern, in heiffer Lust, in verdünnter Luft, im Todes­kampfe, weil mit diesen Umstanden allemal Beschwer­lichkeit des Kreislaufs des Vlurs durch die Lungen eintrirt.

Die Ausathmungen müssen den Einathmungen angemessen, folglich ebenfalls kurz und häufig ftyn.

§ 82.

Seufzen.

T

Beim Seufzen (Suspirinm) ist die Einathmung langsam, langwährend und tief. Man seufzt, wenn ? entweder das Herz zu matt ist, oder ein Hinderniß in den Lungen ist, oder der Zufluß des Blutö zum Herzen ungewöhnlich stark ist.

Man seufzt daher bei der Traurigkeit, oder nach einer Ermüdung. « j

Aus der Ohnmacht erwacht man daher mit j Seufzen.