§• 75 -
Wie das Athmen zur Blutreinigung dient.
Daß mit diesen; Wasserdampfe oder mit dieser Ausdünstung verderbende oder schon verdorbene Blut- theilchen weggeschasst werden, oder mit andern Worten; daß der Lungenduft zum Theil aus zur Faulniß neigenden oder wirklich faul gewordenen Bluttheilchen bestehe, beweisen;
Die Versuche, welche lehren, daß angehauchtes Fleisch leichter fault, als eben dasselbe Fleisch, das unter übrigens gleichen Umstanden nicht angehaucht wird; -
Der bisweilen deutlich aaöhaft oder wie faules Blut riechende Athen; gesunder blühender Menschen: z. B. einiger Frauenzimmer wahrend ihres periodischen Blutabganges; —
Das misfarbene Ansehen von Leuten, die an dm / Lungen leiden; —
Das misfarbene Ansehen einiger Schwängern, die ausser ihrer Schwangerschaft eine gesunde schöne blühende Gesichtsfarbe haben; denn da Schwangere nicht blos aus ihrem eigenen Blute, sondern auch aus den; Blute ihrer Frucht, verdorbene Bluttheilchen durch die Lungen fertschaffen müssen: so ist's begreiflich, daß die gesunde Farbe verlohren geht, wenn diese Wegschaffung Unvollkommen geschieht.
Daher scheinen auch die Lungen der Schildkröten, der Eidechsen, und anderer Amphibien so groß; weil sich nämlich das Blut durch die Haut nicht hinreichend MN'ge.l kann.
Indem also die Lungen nicht nur alle Bluttheilchen