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A t h m e n.

13) Endlich tziO dasAthmen zur Hervorbringung der Stimme und Sprache. -? ^

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Die Drrf leßtern Säße erfordern als besondere Dienste des Athmens nähere Erörterung und strenge Beweise.

§. 73.

Beschaffenheit der Ausdünstung der Lungen.

Beim Auöathmen wird nebst der um ein Sechzig­stel oder Fünfzigstel an Menge verringerten eingeathme- ten Lust ein wässeriger Wasserdampf (Lungenduft) oder Dunst aus den Lungen getrieben, welcher in einer Tem­peratur der Luft unter vierzig Graden, oder bei einer dichtem Athmofphare in Berghöhlen selbst bei drei und fünfzig Graden nach Fahrenheits Wärmemaas, als ein Rauch oder Wölkchen erscheint, und, wenn er sich an kalte Körper anlegt, oder z. B. eine Glasscheibe be­schlagt, oder in eigenen Glasmaschinen aufgesangen wird, sich zu Tropfen ansammeln läßt.

Die Menge dieser Ausdünstung der Lungen ist sehr ansehnlich; doch nicht leicht genau zu bestimmen.

Die Chemische Untersuchung dieses gesammelten Lungendustes oder dieser Ausdünstung lehrt, daß sie größtentheils aus Wasser besteht, in welchem sich etwas weniges flüchtiges Laugensalz befindet.

Der Geruch der Ausdünstung der Lungen nach verschiedenen genossenen Speisen, oder genommenen Arzneien, oder in gewissen Umstanden und Krankheiten lehrt, daß diesen Weg auch noch andere schwerer zu be-