Der Stolz unseres Zeitalters, Kant, hatte die Gefälligkeit, der Idee, die in vorstehender Abhandlung herrscht, nicht nur seinen Beyfall zu schenken, sondern dieselbe sogar noch zu erweitern und zu verfeinern und so zu vervollkommnen.
Seine gütige Erlaubniß gestattet mir, meine Arbeit mit seinen eigenen Worten zu krönen.
„Sie legen mir, Würdiger Mann! Ihr vollendetes Werk über ein gewisses Princip der Lebenskraft in thierischen Körpern, welches, von Seiten des bloßen Warnehmungsvermögens, das unmittelbare Sinnenwerkzeug (irg«Tov AiW^ov), von Seiten der Vereinigung aller Vernehmungen aber in einem gewissen Theile deö Gehirns, der gemeinsame Empfindungsptatz (sensorium commune) genannt wird, zur Beur- »Heilung vor: welche Ehre, sofern st- mir, al/emem in der Na-urkunde nicht ganz Unbewanderten, zugsdacht wird, ich mit allem Dank er f entie . _ Es ist aber damit noch eine Anfrage an dis Metaphy
sik verbunden (deren Orakel, wie man sagt, längst verstummt ist); und das seht mich in Verlegenheit, ob ich diese Ehre annehme» soll oder nicht: denn cs ist darin auch die Frage vom Siß der Seele (fedes anirrne) enthalten, so wohl in Ansehung ihrerSinnenempfanglich- keik (facultas fe»fitiue percipiendi), als auch ihres Bewegungöver- mögen- (facultas locomotiua). Mithin wird ein Responsum gesucht, über das zwei) Facultäten wegen ihrer Gerichtsbarkeit (dar forum competens) in Streit gerochen können, die Medicinische, in ihrem anatomisch - physiologischen, mit der philosophischen, m ihrem
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