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§. 2l.

F ü n f t e t H L r n rr e r v e.

Die Entdeckung, daß die Hirnendigung dieses Fünften Hirnnerven- paares sich fast bis aus der Untern Wand der Vierten Hirnhöhle her- leiten läßt, verdanke ich wie ich oben bemerkte dem Zufalle, oder einem ungefähren Schnitte.

Ich schnitt nämlich in dem Hirne eines dreijährigen Knabens den Hirnknoten, zwischen der wie aus einer Spalte hervordringenden großen Portion des Fünften Hirnnervenpaares und fast der Mitte der Untern Wand der Vierten Hirnhöhle, gerade durch, und sah nun offenbar den Fünften Nerven bis aus der Untern Wand der Vierten Hirnhöhle, als einen fast seine ganze Stärke schon erreicht habenden Stamm, wahrhaft entspringen, und sanft gekrümmt durch die ganze Masse des Hirnkno­tens dringen; wie ich die überzeugendsten Beweise davon in der Natur jedermann vor Augen legen kann.

Jeder, dev in einem schicklichen Hirne zwischen den beiden angege­benen Extremen, als den Endpunkten des Schnittes, (nämlich zwischen der Spalte des Fünften Hirnnervens von einer Seite und der Mitte der Wand der Vierten Hirnhöhle von der andern Seite) den Hirnknoten durchschneidet, wird eben dasselbe, freilich nicht immer gleich deutlich, wahrnehmen.

Folglich liegt auch dieses Fünfte Hirnnervenpaar mit seiner Hirn- eudigung der Wand der Vierten Hirnhöhle so nahe, daß es wahrschein­lich die Feuchtigkeit der Hirnhöhlen wechselseitig berührt.

Dieses ist um so wichtiger, als dieser Nerve nicht bloß zum allgemeinen Gefühle, wie alle übrigen Nerven, sondern noch mittel-