HW
Einleitung.
§. r.
ich im Sommer »79z nach einer mühsamen, eine ununterbrochene Anstrengung von mehreren Tagen erfordernden, Untersuchung über das menschliche Hirn, zur Erhohlung in \ 2 latnct’ e Quaestionibus phy- siologicis den Abschnitt De Natura animi quantum ad Physiologiam ia$ f und auf die neben mir liegenden Zeichnungen, das endliche Resultat jener Nachspürungen, zufällig blickte; kam mir plötzlich der Gedanke:
„Daß, wenn die dort so elegant vorgetragenen Säße ihre Richtigkeit hätten, nach dem zu urrheilen, was mich so eben jene Untersuchungen gelehrt hatten, das rfgurov oua^rr^iov in der Feuchtigkeit der Hirnhöhten bestehen, oder in selbiger enthalten seyn müßte."
Je länger, und je mehr ich mich mit diesem Gedanken beschäftigte, desto bessere und desto häufigere Gründe zeigten sich für die Wahrscheinlichkeit/ ich will nicht sagen, Wahrheit desselben.
Indessen hatte ich dennoch diesen Gedanken nicht weiter verfolgt, wenn nicht seitdem ein wie von ungefähr geschehener einfacher Schnitt durch den Hirnknoten (Pom Varoiii) mir den seit 1774 gesuchten, tief in der Masse dieses Knotens verborgenen, sogenannten Ursprung des wichtigen Fünften Hirnnervens, ohne alle Schwierigkeit, fast bis aus der Vierten Hirnhöhle her sonnenklar gezeigt hätte. — Wahrlich eine Sache, die alle meine Erwartung übertraf! —
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