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Es ist äußerst unbestimmt, den ganzen Körper, Lessen Gewicht nach.einer Ermüdung, Krankheit, beym fett und rnagcr werden, sosehr abwechselt, mir dem Gehirn, dessen Gewicht unter allen diesen Umstanden beständiger, und we­niger Veränderung ausgesctzt bleibt, das z. V. nie fett wird, zu vergleichen; besser, leichter und doch sichrer hingegen las. sen sich Gehirne mit ihren eigenen Nerven vergleichen.

§. 58 .

Ich glaube zwar nicht, daß die Nerven zum Gehirn, bloS wie Ausfuhrungsgänge zu einem Abscheidungswerkzeuge oder Drüse gehörensondern es scheint mir vielmehr, daß eine si-tzr geringe Menge ^hirnmasse zur gehörigen Verbin­dung mit den Nerven (insoweit sie zum Pflanzen, oder ölo? Ihierischen Leben erforderlich ist) hinreichet.

§. 59 .

Dasjenige Gefchöpf alfo, daS über diese, zum blos thie- rischen Leben nothwendrge, Portion von Gehirn, den größ­ten Reichthum oder Ueberschuß tm, Gehirn hat, wird wahr­scheinlich auch die vorzüglichste Anlage zu Geisteskräften be­sitzen.

§. 6o.

Hier erscheint der Mensch, der sonst nur eine Mittelcrea- tur unter den Thieren der Erde, in Ansehung seiner körper­lichen