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dieser Linie läßt sich^mit Zuverläßigkeit schliessen, daß der die Schläfe deckende Bssmuskel (N. temporalis) breiter und länger, als bey uns seyn müsse, wenn man es auch nicht durch Untersuchung des frischen Kopfs fände.

§. - 7 . j.j

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Wie beträchtlich dicke auch die Masse eben dieses WSb muskels sey, läßt sich ferner abnehmen aus dem weitansehrP lichern Umfange und Abstande des ihn umgebeuderi viel ro- bustern knöchernen Bogens, den das Schlaf- und Backen- jdr> (faß**]**- bein gemeinschaftlich baitjt, daher scheinen die Batkenbeme

gleichsam seitwärts vorzuspringen, und sind ungemein stark, breit, dick, und gewissermassen viereckigt. ")

§. i8.

diese Linie von den Seiten so hoch gegen die Pfeilnath hinauf­läuft, daß die rechte bald die linke berührt.

*) Auf dem anatomischen Theater zu Cassel finden sich zwey aus­getrocknete Menschenkörper, die ehedem in dem schönen fürst­lichen Naturaliencabinete sich befanden, beide sind männliche, und ziemlich gut und vollständig erhalten, der Kopf des einen zeichnet sich nicht besonders aus, allein dtt andere ist gegen die Schläfe zusammengedrückt, die 2 ^ 2 beine stehen seitwärts vor, die Kinnladen sind vorgeschoben; und die Schneidezähne verhalten sich vollkommen so, wie sie HLPrvf. Blumen bach im Göttingischen Magazine 1782. 1. St. N. V. p. 109. und in seiner Schrift de generis hnmani varietate vativa der 2MI Aus­gabe §. 64. ausMumien beschrieben hat, sie stehen von ein­ander ab, sinl^lvie Backenzähne, breit, glatt, und wie aus- qeschliffen, und haben daher eine flache Krone.

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