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Sechs t e Lase l.
§. 44 »
^)err Hosrath und Professor Weidmann zu Mainz kaufte aus der Verlassenschaft des c berühmten Gau bius zu Leiden eine sehr schön in Kupfer gestochene Abbildung von einem Kinde, das gewissermaßen das Mittel zwischen der izt beschriebenen und der folgenden Misgeburt halt. Das Innere Augenpaar nämlich ist weiter von einander entfernt, als in dem vorhergehenden Kinde, aber die Ohren sind um so viel naher, als im folgenden, daß sie selbst zu einem gemein* schriftlichen Dreiecke zusammengeflossen erscheinen. Die Platte ist Langlichquart, auf der sich unten folgende Worte befindenr
kuella bilron8 .
Ex Mufeo Peflaluciano An. 1*721.
Lugdimi grave par Seraucoust.
Ob sie in irgend einem Werke wieder vorkomme, ist mir nicht bekannt. Ich finde nur, daß Le wer y dieser Abbildung in den Memoires de 1 'Academie des Leiences für's Jahr 1724 *. gedenkt. Ich liefere hier einen Umriß davon. Die Platte selbst ist in Ansehung des Stichs Vortrefflich gearbeitet; nur Schade, daß man das Kind wahrscheinlich nicht in natürlicher Größe gezeichnet hat. Auch vermuthe ich, daß die Aeußern Ohren schwerlich weder von vorne her zu sehen, noch auch so groß gewesen seyen. Auch scheinen mir die Arme etwas zu lang , und die Kopfstücke zum übrigen Körper etwas zu klein. Vermuthlich wäre alles dieses vermieden worden, wenn man die natürliche Größe beybehalten hätte.
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Skebsritt