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Me -ke geistliche ^ttadettreiche Kirchweihe Gottes eigentlich vollbracht werde/ und wie sich der Mensch halten, schicken und bereiten soll, in dem sie geschehen soll/ mit gar schöner nützlicher Unterrichtung geistlicher Lehre, wie -er Mensch von -er Arbeit des wirkenden Lebens kommt zu -er innerlichW Ruhe -es schauenden Hebens, wo diese Kirchweihe recht vollbracht wird.

Jyiefe Worte spricht der heilige Prophet David: Herr , die sind se­lig, die da allezeit in deinem Hause wohnen, derin sie werden dich loben in Ewigkeit. Dieses Wort kann man der heiligen Kirchweihe zulegen, dem geweiheten Gotteshause, daß man Gott allein darin an­deren soll, und loben mit Singen und Lesen, und mit andachtigex Begierde des Herzens, Gott sonderlich darin anbeten und anrufen. Willst du es aber inwendig verstehen, so sind es nicht die, die da mit den Sinnen weitschweifig find, und aWm der Welt weit Um­laufen, und vergänglichen Trost suchen, und fich mit Zeitlichen Sachen und mit unmäßiger Sorgfalt bekümmern, sondern die sind selig, die allezeit darin wohnen, und sich emziehen von aller Aeußerlichkeit, und alles leiblichen Trostes srey sind, und die zumal blos und ledig sind' aller zeitlicher Sorge leiblicher und weltlicher Sachen. Sie wol­len und begehren allein das einige Gut, das ist alles Gute, und darum kann ihnen kein Nebel schaden.

Ihr sollt wissen, daß die gnadenreiche Kirchweihe allein voll­bracht wird in dem allerinnersten der Seele, an derselben Statte, die Gott sich selbst Hefreyet und geeignet hat/ daß weder Engel, noch Menschen, noch keine Creatur darein kommen kann, das ist das edle lautere Wesen der Seele. Dieselbe Statte will der ewige Gott selbst allein haben, und will auch nicht, daß Jemand etwas da mit ihm gemein habe, denn der ewige Gott begehrt allezeit in der reinen lau­teren Seele zu wohnen, mit seinem süßen Tröste, und mit seiner gött­lichen Gnade. Er selbst spricht; Meine Lust ist es, daß ich beyden Söhnen der Menschen wohne, und darum wisset, wenn das Innerste der Seele vereiniget und vollbracht wird mit dem Allerinnersten der hohen Gottheit, wo der ewige Gott Vater allezeit sein ewiges Wort gebiert, seinen eingebornen Sohn,''der ihn; gleich ist an Ehre, an Ge­walt und aller Würdigkeit, wie Paulus spricht; Er ist ein Abglanz der väterlichen Glorie, und ein Bild seines göttlichen Wesens. Das ewige göttliche v Erliche Wort, das ist, der Sohn in der ewigen Gott- heit wird allezeit von dem Vater geboren, und ist auch allezeit in dem väterlichen Herzen geblieben. Kinder, durch dieß ewige Wort hat Gott her Vater alle Dinge geschaffen, wie Johannes spricht; Alle Dinge sind durch ihm gemacht» Wie nun olle Dinge ausgeflossen find aus dem lauteren Ursprünge der ewigen Gottheit, durch die Geburt des ewigen Wortes von Gott dem Vater, also bleiben alle Creaturen in ihrem Wesen, durch dieselbe Geburt des Sohnes von dem Vater," und es müssen auch wiederum in ihrem ersten Ursprung alle Creatu­ren durch den Sohn wieder in Gott, den Vater, und darum in dieser eWiaen Geburt des Sohnes von dem Vater, dringet auf eine aus-