An den Herrn ßaudosentonführer Professor Br» 0UTBMAMM,

Frankfurt c.»M*

8.2*1P4$.

Lieber Kamerad Quthmann t

Darf ioh Sie bitten,von der Eingabe (Abschrift liegt bei) Kennt«» nie su nehmen,die ioh über dio Folgen einer Schließung des Museums auf dem Dienstwege an den Herrn Oberbürgermeister gerichtet habe*Ob <r dadurch rasch an entscheidende Stellen gelangt,weiß ich nicht»Es kenn sich auoh niemand im Ernst vorst eil an,daß eine deutsche Behörde sich su cincd derart vernichtenden Schritt bereitfinden könnte*Bei der auf mir lastenden Verantwortung durfte ich aber nichts unterlassen,oas nie wieder gutsunaohende Eingriffe verhüten kann»

Fenn man einer drehenden Vernichtung duroh noch größere Selbst- Vernichtung suvorkemuen wollte,würde man Jedem weiteren Kampfe seinen Sinn nehmen» Die Vernichtung,die das Museum duroh vorübergehende Sehlie *» ßung erleiden würde,wäre aber endgültig»Deshalb,well die Pflege keine Unterbrechung zuläßt,müßten wir auf eine Verbringung nach auswärts Vorsichten und das Wagnis,die Sammlungen hier su belassen,auf uns nehmen»

Selbst wenn, man noch einmal an den Aufbau der Sammlungen gehen wellte und dieselben weitblickenden Fanatiker der Kleinarbeit udd die größten Mittel sur Verfügung hätte,wü^do men naoh wiederum 12$ Jahren das Ziel nicht erreicht haben* Sicht nur weil die Matur inzwischen ärmer geworden i3t,sondern vor allem deshalb,weil die vorhandenen Sann * lungon die Unterlagen und Urkunden für die Wissenschaft von 125 Jahren darsteilen*Ohne diese UrkundenfvTypcn") wi"d die sc logische und geologische Wissenschaft unverständlich und wertlos* Unser Vorsprung