17."Septem her 1923

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Sehr geehrter Her*r Slobotzky!

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Ich 6s.n-cs Ihnen sehr für Ihren freundlichen Brief von 21. August und für den Betrag von 3 Pfund, dessen Bestätigung wir von London bereits erhalten haben. Wir wissen, wie sehr die Deutschen im Auslande von der notleidenden Heimat angegangen

werden und verstehen es sehr gut, dass sich nur wenige, finden,

die für ein Museum Interesse haben. Denn im Allgemeinen ist ja ein Museum kein Lebensbedürfnis, sondern mehr eine Kulturstätte und das Leben kommt eben doch immer noch vor der Kultur. Dass ein solches Museum trotz aller Sparsamkeit eine Anzahl von Age- steilten Braucht und dass mit diesen Angestellten auch ihre Frauen und Kinder Not leiden müssen, wird weniger bedacht. So geht denn das Geld, was aus-dem. Auslande kommt, meist an Wittwen und Waisen; ich bestreite garnicht, dass das vollkommen richtig ist, nur scheint mir, dass eine gewisse Anzahl von tapfer kämpfenden Instiruten in Deutschland hochgehalten werden muss, damit die Mutlosigkeit nicht weiter steigt. Ich freue mich, dass Sie reit den beiden Herren Flohr und de Neufville offenbar gleicher An­sicht sind, und danke Ihnen wärmstens für den ersten Jahresbeitrag Vielleicht haben Sie die Freundlichkeit, diesen Dank auch den beiden anderen Herren auszusprechen. Augenblicklich siehr unsere Zukunft wieder einmal recht schwarz aus, aber wir werden weiter-