An den
Herrn Obarbü rg e«n ei st er Staatsrat Dr.F.KHEBS durch das Kultur-Amt der Stadt Frankfurt a. M.
22. Z. 44
Sehr geehrter Herr Oberburger®©!sterI
Der Angriff vom 18,d.Mts. hat das Museumsgeb&ude durch einen schweren
Volltreffer und ©in© Anzahl von Brandbomben und Kanister verheerend ge» troffen. Dis an Z Stellen in gefährlichem Umfange au»gebrochenen Brande konnten dank dem Eingreifen der Gefolgschaftsmitglieder und der Feuerwehr
gelöscht werden. Di© Sprengbombe hat Hsdoch einen Flügel des Museums zer*
stört; für die anschliessenden Teile besteht Einsturzgefahr. Erhalten sin die HorsäAM, ein© Reihe von Zimmern im Erdgeschoss und dis uxraau© ten Sei 1© des Erdgeschosses {v»>n denen nur einer» der durch keine Packlage ge» stützt war, durchschlagen wurde).
Kach dem Urteil v^n Herrn Magistratsbaurat GRBSSER sind im Museum we* r weitere Arbeiten möglich, noch ist das Verbleiben der im Erdgeschoss bisher erhaltenen Sammlungs-Gegenstände gerechtfertigt.Soweit diese nicht noch in di© Keller gebracht werden können» müssten auch sie verlagert wer den, wie es mit den eigentlichen Forschungs-Sammlungen schon weitgehend geschahen ist. 44 tast^ugen sind bis heute in zwei Dutzend Auaweichlager verbracht worden.
Gerade die grossen, unersetzlichen Schaustücke, von deren Verfrachtun wegen der Schwierigkeit und der Verlust-Gefahr so lang© abgesehen wurde, als dis Erdgeschoss© noch dauernde Sicherheit zu bieten schienen» müssen nun auch verlagert werden. Di© hierzu notigen Arbeiten gehen über unsere Kräfte.
Wir erlauben uns daher folgende Bitten: