Aus Anlass meines siebzigsten Geburtstages sind mir heute sowohl aus dem Deutschen Vaterlande, wie vom Auslande, überaus zahlreiche Zeichen herzlicher und aufrichtiger Theilnahme zugegangen. Briefe und Tele­gramme, Bilder und Festschriften, Blumenspenden und andere Geschenke haben mich aufs Neue davon über­zeugt, dass meine wissenschaftliche Lebensarbeit und Lehrthätigkeit nicht ohne Erfolg geblieben ist.

Diese wohlthuende Theilnahme so vieler und treff­licher Menschen nimmt mir einen Theil des drücken­den Gefühles, das am Abend eines langen, vielbewegten und arbeitsfreudigen Lebens das Missverhältnis zwischen dem Erstrebten und dem Erreichten hervorruft.

Es ist mir das Glück zu Theil geworden, in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts eine der interessantesten Perioden in der Geschichte der Wissen­schaft mitzuerleben und nach Kräften mich an deren Förderung zu betheiligen.